EdiMotion23. – 26. Oktober 2020

Über uns

Das Herz des Films liegt zwischen den Einstellungen. Der Filmschnitt gibt den Takt vor, diktiert die Ordnung der Bilder und das Timing der Geschichte. Es heißt, ein guter Schnitt müsse unsichtbar bleiben. Das ist Ansichtssache. Keineswegs unsichtbar bleiben sollen jedoch seine Macher*innen und die Regeln ihrer Kunst.

Edimotion, das Kölner Festival für Filmschnitt und Montagekunst, gibt dem Filmschnitt ein Gesicht und zeigt seine Gesichter.

Gegründet wurde es als Filmplus – Forum für Filmschnitt und Montagekunst. Nachdem der Schnitt Preis Spielfilm als Preis des Filmagazins Schnitt im Jahr 1999 zum ersten Mal beim Filmfest Lünen vergeben wurde, entschieden sich die Gründer Nikolaj Nikitin und Oliver Baumgarten 2001, der Filmmontage ein eigenes Festival zu widmen. Bis 2016 leiteten sie – seit 2009 gemeinsam mit Kyra Scheurer als Künstlerischer Leiterin – Filmplus.

2017 wurde Filmplus von Kyra Scheurer, Dietmar Kraus und Jenny Krüger übernommen. Alle drei sind Gesellschafter der tricollage gUG, dem Veranstalter von Edimotion, wie das Festival seit seinem 20. Jubiläum 2020 heißt.

Edimotion honoriert die herausragende Arbeit von Editor*innen. Die Schnitt Preise für die beste Montageleistung an einem deutschen, österreichischen oder schweizerischen Kinospielfilm oder Kinodokumentarfilm, sind mit jeweils 7.500 Euro dotiert. Im Wettbewerb um die beste Montage eines Kurzfilms, dem mit 1.000 Euro dotierten Förderpreis Schnitt, sind Beiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Einreichung zugelassen, die maximal 20 Minuten lang sind.

Edimotion würdigt das Lebenswerk verdienter Editor*innen. Die Hommage stellt in einer kleinen Filmreihe exemplarisch Auszüge aus dem Œuvre der Ehrenpreisträgerin oder des Ehrenpreisträgers vor und bietet im Publikumsgespräch die Möglichkeit zum Austausch mit den Geehrten über ihren spezifischen Arbeitsstil im Spiegel der Schaffensjahrzehnte.

Edimotion stiftet den Dialog zwischen den Filmkreativen untereinander sowie mit dem Publikum:

Der Themenschwerpunkt eine Reihe von Vorträgen und Diskussionsrunden, macht die Theorie des Filmschnitts anschaulich, reflektiert seine Praxis und schlägt Brücken zwischen den Gewerken bzw. benachbarten Medien und Kunstformen.

Das International Film Editors Forum bietet in einem World-Café-Format internationalen Editoren die Möglichkeit zu Vernetzung und inhaltlichem Austausch.

Der internationale Gastlandabend würdigt die Leistung eines Editoren bzw. einer Editorin aus dem internationalen Raum und bietet neben einem ausführlichen Werkstattgespräch auch Einblicke in das berufliche Umfeld von Editor*innen im entsprechenden Land.

Edimotion ist Bildung: Seit 2018 bieten insgesamt sechs Workshops und eine internationale Masterclass die Möglichkeit für erfahrene Editor*innen und andere Filmschaffende, sich in aktuellen Themen weiterzubilden. Dramaturgie und Montage, Kommunikation und Montage sowie Einblicke in benachbarte Gewerke bzw. innovative Techniken bilden die Schwerpunkte der Edimotion Akademie.

Edimotion fördert den Nachwuchs. Den „ganz Jungen“ bietet unser Programm „Schule auf Montage“ erste Einblicke in die Schnittkunst und die Möglichkeit zum Austausch mit nominierten Editor*innen im Dokumentarfilmbereich.

Edimotion ist Kino. Alle Screenings der Wettbewerbsfilme finden für Jury und Publikum auf der Leinwand in Anwesenheit der Editor*innen statt, ein Filmgespräch mit den Nominierten schließt sich an.

Edimotion ermöglicht durch ein vielschichtiges und facettenreiches Programm auch einer branchenfremden Öffentlichkeit Einblicke in Ästhetik und Technik des Filmschnitts und vermittelt so auch filminteressierten Laien einen anschaulichen, ganz konkreten Eindruck, was sie ausmacht, die „Magie des Schneideraums“.

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